Bautenschutz Frank Rduch
Sanierung - Beschichtung mit Flüssigkunststoffen
Balkon - Terrasse - Treppe - Boden
Horizontalsperre - Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit
Seitlich oder direkt von unten eindringende Feuchtigkeit kann durch Kapillarwirkung im Mauerwerk mehrere Meter nach oben transportiert werden. Dabei werden nicht selten bauschädliche Salze und andere Schadstoffe mit transportiert. Deshalb ist die Horizontalsperre bedeutender Bestandteil des gesamten Abdichtungssystems.
Ist das Objekt unterkellert, ist es zweckmäßig, die Horizontalabdichtung im Bereich Fußbodenoberkante anzubringen. Sie muß dann jedoch, um voll wirksam sein zu können, mit einer Vertikalabdichtung der Kelleraussenwände kombiniert werden. Ist das Objekt nicht unterkellert, wird die Horizontalabdichtung oberhalb des Geländes eingebracht.

Die Horizontalabdichtung selbst kann in Form mechanischer Verfahren ausgeführt werden, bei denen das Mauerwerk im Querschnitt durchtrennt wird.Dies geschieht durch Aufstemmen, Aufsägen oder Auffräsen. In diesen geschaffenen Freiraum werden dann beispielsweise bitumenkaschierte Bleifolien eingebracht.

Ein weiteres Verfahrens ist das Eintreiben gewellter Chromstahlplatten in das Mauerwerk. Dieses Verfahren wird seit Jahren erfolgreich eingesetzt, besitzt jedoch den Nachteil, daß eine Lagerfuge vorhanden sein muss, in die das Blech eingetrieben werden kann.

Um nicht zu sehr in die Statik des Mauerwerks einzugreifen, ziehen wir die Ausführung der Horizontalsperre im chemischen Bohrlochverfahren vor. Dabei werden im Abstand von einigen Zentimetern, in der Regel 6 bis 10 cm, Bohrlöcher ins Mauerwerk gebracht. Die Bohrlöcher werden so angeordnet , daß mindestens eine Mauer- oder Lagerfuge durchbohrt wird. Nach dem Reinigen der Bohrlöcher wird in Diese, je nach Lastfall drucklos oder unter hohem Druck, das Injektagemittel in das Mauerwerk eingebracht. Die Wirkung der heute gebräuchlichen Injektagemittel beruht auf einer kapillarverengenden Substanz und einer Hydrophobierenden (wasserabweisenden).
Bei Auftreten von Druckwasser im unterkellerten Bereich oder bei einer Durchfeuchtung des Mauerwerkes über 60% werden PUR - Harze im Hochdruckverfahren verpresst. Diese verschließen die Poren, Kapillaren und Hohlräume des Mauerwerkes in Höhe der Sperre vollständig, wodurch nach Aushärtung gleichzeitig eine Verfestigung der Bausubstanz erreicht wird.

Chemische Bohrlochinjektion im Drucklosen Verfahren
Einbringen der Injektagebohrungen je nach Wandstärke 1, 2 oder 3 reihig. Drucklose Injektion mittels Vorratsbehälter einreihig Drucklose Injektion zweireihig
Chemische Bohrlochinjektion im Hochdruckverfahren mit WEBAC PUR-Injektionsharzen

Einbau von Injektionsventilen (Packer) durch die PUR - Schaum bzw. PUR - Harz verpresst wird größere Hohlräume werden vorab mit
PUR - Schaum
WEBAC 151 verpresst
Verpressen des PUR - Harzes
WEBAC 1403
Grafische Beispiele

Verteilung des Injektionsmaterials im Mauerwerk

Einreihig

Zweireihig

Oberhalb der Geländeoberkante
( Bei nichtunterkellertem Bereich )

Unterhalb der Geländeoberkante
( Eine Vertikalabdichtung der Wandaussenflächen ist hierbei notwendig )

ViennaSoft
Beispielanordnung der Bohrungen 2 reihig